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Donnerstag, 31. Mai: Eibelstadt - Veitshöchheim

Kanuwandertour auf dem Main von Eibelstadt bis Veitshöchheim (18 km) ca. 4,5 Std

„½ Tour“ Eibelstadt - Würzburg (8 km) möglich

Unsere erste Wandertour führt uns von Eibelstadt nach Veitshöchheim.

Nach dem Einstieg in die Boote beim Wassersportclub in Eibelstadt folgt schon nach wenigen Kilometern rechtsmainisch der Marktfleck Randersacker. Am ersten Wasserhindernis, der Schleuse bei Randersacker, kann man die Bootsschleuse oder als größere Gruppe nach telefonischer Anfrage die Schleuse der Großschifffahrtsstraße benutzen.

Randersacker ist ebenfalls ein sehr bekannter Weinort mit guten Einkehrmöglichkeiten.

Vom Wasser aus gut zu sehen ist auf der Höhe ein herausstechender, massiver Aussichtspunkt, der sogenannte „Kartoffelturm“. Auch der hat eine besondere Geschichte. Ganz offiziell heißt der Turm jetzt Sonnenstuhl-Aussichtsturm benannt nach einer Randersackerer Weinlage.

Wer abseits vom Paddeln einen Aufenthalt in der Region eingeplant hat, kann von Randersacker aus, zum Aussichtsturm hochlaufen und bekommt gleich ein Gefühl für die Häckerarbeit am steilen Weinbergshang sozusagen kostenlos mitgeliefert. Die früher armen Winzer wurden Häcker genannt, denn sie mussten den harten Boden in mühseliger Fronarbeit hacken und zum Weinanbau vorbereiten.

Eine grandiose Aussicht mit Blick auf das silberne Band des Mains und das schon nahe Würzburg belohnt die Mühe des Aufstiegs. Weinhügel mit Taleinschnitten laden auf betonbefestigten Wegen zum Wandern ein.

Empfehlenswert ist auch eine kurze Radtour in einem der Hügeleinschnitte nach Theilheim. Am Ortseingang links ist ein schöner privater Pavillon am Berg. Hier kann man seine Verpflegung mit einer mitgebrachten Flasche Wein genießen.

Ein schräger Blick auf die gegenüberliegende linke Mainseite zeigt den Stadtteil Heidingsfeld. Heidingsfeld wurde erst im Jahr 1930 auf Wunsch der Bürger zu Würzburg eingemeindet und war vorher eine autonome Stadt. Gerade deshalb hat sich vielleicht auch der eigenständige Charakter des Stadtteils mit der, über regionale Grenzen hinaus, bekannten „Hätzfelder Fasnacht“ und dem Giemaul als Wahrzeigen, erhalten.

Faltboot auf dem Main 2Weiter auf unserem Weg, noch vor der ersten Brücke (Eisenbahnbrücke), liegt linksseitig, versteckt in einer kleinen Bucht der Bootsplatz der „Hätzfelder“ Kanuten, offiziell TGH (Turngemeinde Heidingsfeld - Kanuabteilung).

Nach einigen hundert Paddelschlägen, schon im näheren Stadtgebiet, ist über dem steil abfallenden Felsplateau die imponierende Festung Marienberg, von den Würzburgern nur „Festung“ genannt, zu sehen.

Günstig gelegen vor dem Stadtkern befindet sich linksmainisch der kleine Zeltplatz vom Kanu-Club Würzburg (dem Endpunkt unserer dritten Wanderfahrt). Die stadtnahe Lage ist bei Campern sehr beliebt und lädt gerne zum Verweilen ein.

Unser erster Fahrtentag am Donnerstag geht aber noch ein paar Kilometer weiter.

Nach dem Kanu-Club Würzburg kann man als Einzelpaddler die bald folgende Bootstreppe links vor dem Streichwehr benutzen. In Gruppenformation ruft man das Wasserwirtschaftsamt an und bittet um Durchfahrt an der Großschleuse.

Nach dem Schleusenvorgang sieht man, diesmal rechts, ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Den „Alten Kranen“. Er bildet zusammen mit der Alten Mainbrücke, dem Käppele und der Festung Marienberg das unvergleichliche Ensemble der Domstadt.

Ein letzter schöner Blick auf die Stadt zeigt sich oben von der „Steinburg“. Von dort kann man auf einem Höhenrücken bis zum Aussichtspunkt Moltkeruh laufen. Das Ende des Höhenrückens ist mit einem kleinen, denkmalgeschützten Pavillon sowie Bänken ausgestattet. Vom Pavillon aus besteht ein weiter Ausblick über das
Maintal und die Stadt Würzburg. Diesen Ausblick schätzten viele Künstler und sahen in ihm den schönsten Blick auf Würzburg, zum Beispiel Merian mit seinem Kupferstich Herbipolis oder Ludwig Kirchner als Expressionist. Letzte Gelegenheit der Stadt bei einem Schoppen Würzburger Stein „Auf Wiedersehen“ zu sagen.

Da die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt nahe beieinanderliegen, ist es nicht lohnend, jedes Mal aus dem Boot zu steigen. Vieles kann man gut zu Fuß erkunden, was man später vom Boot aus nochmals aus einer anderen Perspektive sehen kann.

Auf ruhigem Wasser paddeln wir weiter, sehen links die Mauer vom Kloster Himmelspforten und bald sehen wir nach einer weiten Flusskurve die doppelten Kirchtürme vom geschichtsträchtigen Kloster Oberzell, dem Mutterhaus der Oberzeller Franziskanerinnen.

Oftmals begleitet uns Gegenwind auf dem jetzt offeneren Maintal und breiter werdenden Wasser, bis wir nach etwa 2-3 km auf der rechten Seite Veitshöchheim erreichen.

Bekannt und beliebt ist das 1680 bis 1682 erbaute Sommerschloss der Würzburger Fürstbischöfe Es wurde 1753 durch Balthasar Neumann vergrößert. Der schöne Hofgarten ist eine großzügige Anlage und lädt zu einem entspannenden Spaziergang ein. Veitshöchheim, abgeleitet aus dem Namen des Kirchenpatron St. Vitus (heiliger Veit) und Hochheim ist auch die Hochburg des Fränkischen Fernseh-Faschings.

Linksmainisch, gegenüber von Veitshöchheim liegt idyllisch Margetshöchheim. Altfränkisch ragt der Kirchturm aus dem flachen Ort über die Häuser. So wie es sich im Frankenland seit Jahrhunderten gehört. Wein gibt es natürlich auch – und nicht nur das. Margetshöchheim ist auch bekannt für den Obstanbau.

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Freitag, 1. Juni: Marktbreit bis Eibelstadt

Kanuwandertour auf dem Main von Marktbreit bis Eibelstadt (16 km) ca. 4 Std.

Die zweite Bootswandertour am Freitag beginnt von Marktbreit, einem malerischen Städtchen mit seinem berühmten „Malerwinkel“, als Einsatzpunkt aus und führt uns zu unserem Basislager nach Eibelstdt.

Durch die historische Altstadt Marktbreits fließt der Breitbach. Der Name Marktbreit wurde bereits 1567 genannt. Vermutlich gab es bereits einige hundert Jahre früher eine Siedlung an der Mündung des Breitbaches, über die aber wenig bekannt ist. Im Jahr 1557 verlieh Kaiser Ferdinand I. das Marktrecht. Die Namensänderung auf Marktbreit geht wohl darauf zurück.

Der ca.16km mainaufwärts auf der linken Mainseite liegende Ort bietet einen idealen Ausgangspunkt um vom südlichsten Punkt des gesamten Flusslaufes des Maines, flussabwärts Richtung Frickenhausen, auch ein bekannter Weinort mit zahlreiche Fachwerk- und Barockgebäuden, nach Ochsenfurt, einer Kleinstadt mit historischem Ortskern, zu paddeln. Die historische Altstadt verfügt über eine weitgehend erhaltene mittelalterliche Befestigungsanlage mit zahlreichen Türmen und Stadttoren.

Vom Wasser zur Schleuse Goßmannsdorf geleitet (hier beginnt dann unsere Abschlussfahrt am Sonntag) und talwärts geschleust, sind es dann noch ein paar Flusskilometer durch eine, für Unterfranken, typische Flusslandschaft. Links noch die letzten Ausläufer des “Ochsenfurter Gaues“, einer sehr ertragreichen Höhenlandschaft auch bekannt für ihren Zuckerrübenanbau, sind es am rechten Ufer die immer näher an den Main rückenden Rebenhänge. Durch den dichten Baumbestand am Ufer ist unser Ziel und der Ausgangspunkt unserer Freitagstour kaum zu sehen nur der Kirchturm von Eibelstadt ragt etwas über die Baumwipfel und hilft als Orientierungspunkt.

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Samstag, 2. Juni: Eibelstadt - Würzburg

Kanuwandertour von Eibelstadt nach Würzburg (10 km) ca. 2,5 Std

Unsere dritte Tour führt uns direkt nach Würzburg zum Kanu-Club. Ein für Wasserwanderer optimaler Platz, um von hier aus die Stadt Würzburg mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten wie das Falkenhaus, den Kiliansdom, der Neumünsterkirche, sowie die Residenz zu erkunden. Die Straßenbahn fährt nahe dem Vereinshaus.

Hier können wir nun die einzigartigen Sehenswürdigkeiten der Stadt, die wir teilweise bereits vom Wasser aus gesehen haben, erkunden.

Vom Kanuclub erreicht man leicht zu Fuß den Aufstieg zur Festung Marienberg. Die günstige Lage über dem Maintal führte bereits um 1000 vor Christus zum Bau einer befestigten Fliehburg. In den Jahren 1253-1719 war die Festung der Sitz der Würzburger Bischöfe.

Auch das Käppele (der volkstümliche Name der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung) auf dem gegenüberliegenden Hügel Nikolausberg, gebaut 1748–1750 nach Plänen von Balthasar Neumann anstelle einer kleinen Holzkapelle, ist einen Besuch wert.

Wer eine etwas weitere Wanderung unternehmen will, sollte noch die Frankenwarte besuchen. Den besten Fernblick auf das Umland und das Flusstal genießt man vom hohen Turm aus. Der Abstieg über die verwunschene Annaschlucht rundet die Wanderung ab. Bald ist man wieder beim Kanuclub. Dort kann man die empfehlenswerte Tour bei einem guten Essen vollenden.

Ist man im Stadtbereich zu Fuß unterwegs, kommt man ohne einen Aufenthalt an der „Alten Mainbrücke“ nicht vorbei. Viele „Schoppenpfetzer“ stehen dort mit ihren Weingläsern. Hier kann man sich gut unter die Einheimischen und noch zahlreicheren Touristen mischen. Auf den Brückensockeln stehend beobachten uns die Heiligen. Die Brücke mit den 12 großen Sandsteinfiguren sind heute neben der Festung Marienberg und dem Alten Kranen eines der Wahrzeichen von Würzburg.

Zu Fuß erreicht man den Alten Kranen von der Alten Mainbrücke aus in wenigen Minuten. Von der bewirtschafteten Terrasse des Alten Kranens, bei einem Bier oder Schoppen ist der Ausblick auf Main und Festung ein Genuss, den nicht viele Städte zu bieten haben.

Sehr lohnenswert ist auch ein Besuch der Würzburger Residenz, dem laut Napoleon schönsten Pfarrhof Europas. Der Bau der Würzburger Residenz wurde unter Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn 1720 begonnen, der bereits vier Jahre später starb, ohne die Bauvollendung je erlebt zu haben. Den Auftrag erhielt der damals 33-jährige Balthasar Neumann, der ihn 1744 unter dem Bruder des ersten Bauherrn, Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn, als Rohbau vollendete.

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Sonntag, 3. Juni: Goßmannsdorf - Eibelstadt

Kanuwandertour von Goßmannsdorf nach Eibelstadt (8 km) ca. 2 Std

Die Abschlussfahrt am Sonntag führt uns nochmals von Goßmannsdorf aus zurück an unseren Austragungsort Eibelstadt.

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Donnerstag, 31. Mai: Umwelt- und EPP Schulung

Abnahme des Europäischen Paddelpass (EPP) während der Eröffnungs-Fahrt auf dem Main

"Umweltverträglicher Kanusport" unter der Leitung von Frau Janina Kempf, Diplom Biologin des Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

 

Samstag, 2. Juni: Sicherheitsschulung

Schulung: Sicherheit auf Bundeswasserstraßen unter der Leitung von Stefan Andreas Schmidt. Die Schulung findet in Zusammenarbeit mit der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) statt.

Donnerstag, 31. Mai:

Kulturprogramm: Besichtigung des Veitshöchheimer Hofgartens und der Ortschaft Veitshöchheim

 

Freitag, 1. Mai:

Kulturprogramm: Führung durch Eibelstadt

 

Samstag, 2. Mai:

Kulturprogramm: Besichtigung der Würzburger Residenz bzw. der Festung, Stadtrundgang durch Würzburg

Festabend des Bayerischen Kanu-Verbandes mit Ehrungen

 

Sonntag, 3. Mai:

Ausklang des 45. Bayerischen Wanderfahrertreffen: noch e‘bissle rumsitzen und quatschen beim „Weißwürschtles essen“., Verabschiedung